Selbstzensur – Versuch einer Entschuldigung

01Feb06

Ich habe gerade den letzten Eintrag, den ich gestern veröffentlicht habe, „privat“ – dh nur noch für mich sichtbar – gemacht.

Nachdem ich mich in den letzten 26 Stunden (incl. Schlafunterbrechung) wieder mit Menschen und besonderen Menschen auseinander gesetzt habe, ist mir bewusst geworden, dass es töricht von mir ist sämtliche Herzensangelegenheiten hier auszuhängen. Zwar gebe ich mir jedesmal große Mühe, die richtigen Worte zu finden, um möglichst viele Missverständnisse auszuschließen und die Gefühle und Erlebnisse, von denen ich berichten will, so wiederzugeben, wie ich sie erfahren habe; doch bleiben es immer nur Worte, die in diesem Weblog stehen.
Was mir am Montag widerfahren ist, möchte ich jemandem erzählen. Und diesmal ist es nicht so trivial wie all die anderen Dinge in meinem Weblog, für die es genügt, die richtigen Vokabeln und Metaphern zu finden, um es mitzuteilen. Nicht nur genügen Worte diesmal nur kaum, auch von der Zeit und dem Ort und all den Faktoren an denen wir als Mensch gebunden sind, hängt die verantwortungsvolle Wiedergabe dieser Geschehnisse ab.

Ich fürchte, dass diese Erkenntnis zu spät kam, dass ich mir und mindestens einem anderem Menschen bereits Unrecht getan habe, und bitte um Entschuldigung, vielmehr um Nachsicht. Auch ich habe noch viel zu lernen und bin zuweilen sehr naiv in meinen Entschlüssen.



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