überstetzt aus dem spanischen von Onnassis lecha la Isla

11Apr07

An sich entgeht mir nichts, nur manchmal verkenne ich die Qualität der Dinge. Doch Ehre wem Ehre gebührt und so zolle ich meinen Respekt…

jemand hat mir ans bein gepisst und so wache ich heute auf.
Die selben Sachen wie gestern, alter schweiß und altes schlechtes Gewissen…

ich kenne es doch eigentlich und falle immer wieder drauf rein..

neben mir in meinem Bett ein Schwall Kotze, dampfend feucht und warm…
zu kurz geschlafen? ja fast gar nicht! Es poltert in meiner Küche, jemand schmeißt meine Habseeligkeiten auf den Boden und brüllt nach mir …

Dieser Wichser hat mich geweckt.den bringe ich um.
Doch es ist mein Freund Stonk , auch das schwarze Loch der Drogen genannt
und den kann man nicht umbringen. Er brachte heut mal wieder sein Bestes mit.
Dope der upperclass und das macht bekanntlich hungrig.
Bei näherer Betrachtung bedeutet dass Lebensgefahr, denn hier wird er nichts finden, dieses Arschloch.
Diesen Wahnsinn kenn ich zu genüge, aus dem Fluchen wird bald ein Kampf um Leben und Tod, denn er wird mich dafür verantwortlich machen wenn es in meiner Bude
nichts gibt.
Er würde töten in dieser Situation.
Nun gut, ich muss motiviert sein und so tun als wäre ich nicht in meinen eigenen 4 Wänden, muss ihm weiß machen wir seien in irgend einem Drecksloch
abgestiegen, nur nicht in meine Wohnung und das fordert Taten und volle Inbrunst. Ich zerlege vor seinen Augen das Einweihungsgedeck meiner Oma, nehme 2 Töpfe aus der Küche und zerschlage damit meine Küchenarmaturen, er springt voll drauf an, schaut kurz aus dem Fenster ob alles cool ist und beginnt sich ein wenig abzulenken. Heute ist der Tag meines Auszuges, soviel steht schon mal fest und ich stecke mir die Habseeligkeit dieses armen Trottels, dessen Wohnung wir gerade zerlegen in meine Hosen. Schwer zuzugeben das ich es ja selbst bin.

Im etwas Zugeben und etwas einsehen habe ich mich schon immer schwer getan.
Es gibt Millionen von Beispielen, die im Grunde genommen immer ein und das selbe sind.
Während sich Stonk an seine Abschlussarbeit macht, kann ich ja mal ausschweifen. Nur zur Information, ist dieser Drecksack gerade dabei eine Art Bombe aus alten Kerzen, reinem Pflanzenöl und meinem Offen zu bauen und es wird ihm
gelingen, ganz sicher .

Fickt euch, ihr die ihr mir nun zuhört. Das muss mein Anfangsstatement sein.
Seit aggressiv ich bins ja auch und ja versucht mich fertig zu machen.
Ihr seit es, die mich nicht aufstehen lassen, ihr seit es die mich zu dem gemacht haben was mich ausmacht, NICHTS. Ich bin an euch gescheitert und das macht euch in meinen Augen schuldig. Ich sah euren Zug kommen und ja er hielt sogar für eine Weile doch ich konnte nicht aufspringen. Ich war zu verträumt und jetzt bin ich am Boden. Alles was euch nun ausmacht nötigt mich. Nötigt Mich, euch zu zeigen was ich drauf habe..
Eine Sache gibt es nämlich, die ich besser kann als ihr.
Ich kann Teufel sein und ihr könnt meine Wut in meinen Augen sehen.
Ihr werdet Angst haben, weil ihr wisst dass es für mich kein Gewissen mehr gibt.
Sicher habe ich ein Gefühl für Recht und Gerechtigkeit.
Doch in meinen Augen seit ihr schuldig und ich nun euer Richter.
Das ist meine Gleichung:

Richter bin ich und das Gesetz schreibt sich über meine Taten.
Und ja ihr seit alle schuldig, alle.

Meistens fange ich, nachdem ich das gesagt habe, an zu weinen und will zu meiner Mama auf ihren Schoß, mit ihrer Hand auf meinem Rücken und einem Kuss auf meine Äuglein.

Ich weine…..
und Stonk tritt mich die Treppen runter, Einfach kein Mitgefühl, woher auch. Es gibt Menschen die nur noch die Wahl haben ein Leben lang zu weinen oder alles zu verdrängen. Am besten geht das durch Hassen, alles hassen und jeden verurteilen. Stonk kann das gut, er nennt mich zwar seinen Freund und ja er sorgt sich auch ein wenig, doch er muss ja hassen um nicht zu weinen und so lande ich auf meiner Fresse und Blut ergießt sich über mein shirt.
“Ich bleibe hier und sterbe” sage ich ihm und er antwortet “Wir sehen uns.”
Wie immer hat er recht, muss ich mir eingestehen, denn wir sterben nicht so einfach wie man es uns wünscht. Wir alle haben erstaunlicher Weise, wahnsinniges Glück, dem wirklich großen Scheiß zu entgehen.
Ich habe meine eigene Idee davon was hier passiert und ich sage euch, man lässt uns nur schmoren. Verbraten werden wir, doch immer nur auf kleiner Flamme.
Gott kümmert sich um seine Kinder auf Erden, sagte meine Mama immer und sie hatte recht.
Wer Verbrechen an sich selbst begeht darf nicht endgültig bestraft werden.
Es gibt immer Bewährung, immer und immer wieder, denn Du stehst Dir selbst in der Schuld.

Na ja was rede ich, um es mal auf den Punkt zu bringen, möchte ich behaupten, dass Abstürze die Besten Menschen der Welt sind. Es ist nicht das Extrem in uns, das uns zum Abschaum dieser Gesellschaft macht. Es ist die Situation heut zu tage, die unsere Wahrhaftigkeit unterdrückt.
Keiner von uns wacht mit extremer Boshaftigkeit aus seiner Mamas Muschi auf.
Alles Schwachsinn solch reden. Das einzig Extreme an uns war und ist eine unglaubliche Liebe dieser unbekannten Welt gegenüber. Ich sitze hier und kann nicht anders als zu sagen ich liebe alles auf dieser Welt. Ich liebe Dich und deine Mama, deinen Papa und all deine Verwandten, ganz ehrlich. Ich liebe Blumen, Sand und Tische, Steine, Wege aller Art, große und kleine Sachen, Frösche und Kühe. Ich Liebe Unantastbares und Unfassbares und da kommt dein Vorteil nach dem Motto wat der Bauer nicht kennt.
Du kannst nein sagen, ich nicht. Du kannst entscheiden, ich nicht.
Du bist für Dich selbst da, ich war es für mich nie.
Als ich meine Macht begann zu spüren, dass ich in der Lage bin anderen weh zu tun. war ich verloren, doch Du bist aufgeblüht. Sicher drohe ich gerne, doch tue ich das nur weil ich so traurig wegen dir bin. weil du so verloren bist und keinem etwas gibst.

Wie viele Tränen ich doch schon vergossen habe aus Trauer um unser aller Leben.

Wie ich hier so sitze fängt meine Strasse langsam an zu Leben. Klick,Klick,Klick gehen überall die Lichter an, erste Fenster öffnen sich, kleine und große verschlafene Fratzen schauen aus maroden Fassaden und diskutieren darüber was denn los ist und ob sie nun ableben werden. Jeder hier begehrt dieses große Inferno ,keinem wird es leibhaftig. Herbeigeholte Einsatzkräfte kämpfen sich die Treppen hoch, Wasserschläuche ausgeholt und Leitern ausgefahren. Grosse Hektik und Zeit für mich zu verschwinden. Ich gehe die Louisenstrasse herunter….



2 Responses to “überstetzt aus dem spanischen von Onnassis lecha la Isla”

  1. hui

    wegbereiter einer ganzen gedankengeneration oder doch nur ein abgestürzter trottel?

    wie wir ja alle wissen, liegt nicht unbedingt viel dazwischen…

    cooler text!

  2. Ich kann mich noch gut an meine Grundschulzeit erinnern; als ich das erste Mal ein schlimm Menschen verachtendes Schimpfwort benutzte, wurde ich gefragt, was dieses Wort überhaupt heiße.

    Viele Gedanken habe ich seitdem verschwenden müssen, wegen Leute die sich zu wenig Gedanken machen.

    Scheinbar reicht es nie…

    Deshalb möchte ich nochmal zitieren:

    „Wie viele Tränen ich doch schon vergossen habe aus Trauer um unser aller Leben.“

    Kaum einer kennt diesen Autor. Umso wichtiger ist was er geschrieben hat.


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